Newsarchiv Sozialpolitik

Die wichtigsten Informationen zu den Sozialversicherungen 2025 – kurz und bündig.

Auswirkungen von Long Covid in der IV

Long-Covid-Fälle machen knapp 2 Prozent der Neuanmeldungen bei der IV aus. Rund 2900 Personen mit dieser Krankheit waren Ende 2023 bei der IV angemeldet. Diese Personen weisen häufig schwere Symptome auf und erhalten häufiger eine Rente zugesprochen als Versicherte mit anderen gesundheitlichen Einschränkungen.

Verbesserung der Altersvorsorge für Geringverdienende

Der Bundesrat hebt die Befreiung der AHV-Beitragspflicht im Kultur- und Medienbereich auf. Damit stärkt er die Altersvorsorge für Personen mit tiefen Löhnen. Zudem verbessert er die Situation von Selbstständigerwerbenden, wenn sie das Geschäfts- in ihr Privatvermögen überführen. Die Änderungen traten auf 1. Januar 2026 in Kraft.

Verbesserung der Unterstützung von Kindern

Das Parlament nimmt die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung an. Damit wird die Kostenübernahme der intensiven Frühintervention bei Kindern mit schweren Autismus-Spektrums-Störungen verbessert.

Umsetzung und Finanzierung der 13. AHV-Rente

Das Parlament legt die Umsetzung der 13. AHV-Rente fest. Die Zusatzkosten werden auf 4 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt. Die Frage der Finanzierung ist noch nicht geklärt. Die 13. AHV-Rente wird erstmals im Dezember 2026 ausbezahlt.

Ergänzungsleistungen – Förderung betreutes Wohnen

Das Parlament heisst die Änderungen des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV gut. Zukünftig haben EL-Bezügerinnen und -Bezüger Anspruch auf Leistungen, die das selbstständige Wohnen ermöglichen. Wann die Änderungen in Kraft treten, ist noch nicht bestimmt.

Hinterlassenenrente

Eine Änderung im Bundesgesetz soll die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen bei den AHV-Hinterlassenenrenten beseitigen und das System an die gesellschaftliche Entwicklung anpassen. Die Vorlage wird dem Parlament zur Beratung übergeben.

Bundesrat setzt Leitlinien AHV2030 fest

Der Bundesrat setzt die Leitlinien für die Vorlage der AHV2030 fest. Er hat Massnahmen definiert, um das System fairer auszugestalten und Beschäftigte länger im Erwerbsleben zu halten. Das Departement des Innern EDI hat den Auftrag, im Frühjahr 2026 einen Vorentwurf vorzulegen.

Positive Betriebsergebnisse für AHV, IV und EO

Dank der guten Performance der Finanzmärkte schliessen alle drei Ausgleichsfonds positiv ab. Dies führt insgesamt zu einem positiven Betriebsergebnis für alle drei Sozialversicherungen für das Jahr 2024.

Sensibilisierung und Schulung für psychische Risiken am Arbeitsplatz

Das Bundesamt für Sozialversicherungen schliesst mit Travail.Suisse eine Zusammenarbeitsvereinbarung ab. Die Vereinbarung regelt den Rahmen für die Umsetzung konkreter und praxisorientierter Massnahmen im Bereich der psychischen Gesundheit. Dazu gehören auch Unterstützungsangebote der IV.

Sozialversicherungsabkommen mit Argentinien

Der Bundesrat überweist die Botschaft zur Genehmigung des Sozialversicherungsabkommens mit Argentinien ans Parlament. Das Abkommen koordiniert die Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge zwischen der Schweiz und Argentinien und regelt die Auszahlung von Renten ins Ausland.

Reorganisation der Zentralen Ausgleichsstelle der 1. Säule

Der Bundesrat sieht keinen Handlungsbedarf für eine Reorganisation der Zentralen Ausgleichsstelle der 1. Säule (ZAS). Bestehende Schwachpunkte in Steuerung und Transparenz können ohne grundlegende Reorganisation verbessert werden.

Grundlage für die nächste IV-Revision

Der Bundesrat erarbeitet die Grundlagen für die nächste IV-Revision. Sie verfolgt schwergewichtig zwei Ziele: Verstärkte Eingliederung in den Arbeitsmarkt von Jugendlichen mit schweren psychischen Beeinträchtigungen und die Stabilisierung der Finanzen der IV.

Sozialversicherungsabkommen mit Moldau

Die Schweiz und die Republik Moldau unterzeichnen ein Sozialversicherungsabkommen. Dieses koordiniert die Sozialversicherungssysteme der beiden Vertragsstaaten in der Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge und regelt Auszahlungen von Renten ins Ausland.

Beschleunigung IV-Verfahren

Das Parlament beauftragt den Bundesrat, Massnahmen zur Beschleunigung des IV-Verfahrens zu treffen und die finanzielle Absicherung betroffener Personen sicherzustellen.

Prämienverbilligung: Gegenvorschlag zur Volksinitiative tritt in Kraft

Seit Januar 2026 müssen die Kantone einen Mindestbeitrag zur Finanzierung der Prämienverbilligung leisten. Dieser entspricht einem Mindestprozentsatz der Kosten für die obligatorische Krankenpflegeversicherung, die die Versicherten im jeweiligen Kanton zahlen. Zudem müssen alle Kantone ein Sozialziel festlegen.